<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>bastianberkner.de</title>
	<atom:link href="http://www.bf-g.de/berkner/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bf-g.de/berkner</link>
	<description>- die anderen, die welt und ich -</description>
	<lastBuildDate>Wed, 01 Sep 2010 17:42:07 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Höllenritt</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2010/09/01/hollenritt/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2010/09/01/hollenritt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 16:42:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=232</guid>
		<description><![CDATA[Ich glaube nicht an Gott, aber sollte es ihn geben, sind wir seit letzten Freitag Quitt. Nach meiner Rechnung hätte ich sogar den einen oder anderen Fehltritt gut. Denn seit sechs Tagen läuft mein Leben in Schüben ab. Stehend oder liegend, doch auf keinen Fall sitzend, denn kurz hinter dem Allerwertesten wurde ein kräftiges Stück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube nicht an Gott, aber sollte es ihn geben, sind wir seit letzten Freitag Quitt. Nach meiner Rechnung hätte ich sogar den einen oder anderen Fehltritt gut. Denn seit sechs Tagen läuft mein Leben in Schüben ab. Stehend oder liegend, doch auf keinen Fall sitzend, denn kurz hinter dem Allerwertesten wurde ein kräftiges Stück herausgeschnitten. Die genauen Details erspare ich mir, allerdings muss ich das Erlebnis Niederschreiben und – der modernen Technik sei Dank – lässt sich so ein Laptop auch prima bedienen wenn man auf dem Bauch liegt. Na ja vielleicht nicht ganz so prima, denn der Prozess des Schreibens erinnert wohl eher an einen spastischen Anfall.</p>
<p>Das alleine rechtfertigt noch keine Geschichte über so etwas banales wie eine OP, doch ganz so banal ist die Sache leider nicht. Aus mir Herausgeschnitten wurde ein Polyp und weil eine Naht an dieser Stelle nicht möglich ist, muss die Wunde langsam abheilen. Soweit der Plan der Mediziner, die mit ihrem allzeit freundlichen Lächeln genauso gut Backrezepte oder Aufbauanleitungen für Ikea-Möbel vorlesen könnten. Warum können die nicht einfach die Wahrheit sagen. Denn die Wahrheit ist, es tut scheiße weh, und dass im wahrsten Sinne des Wortes und ganz anders als bei allen anderen OPs. Denn die Wunde heilt nicht einfach ab. Mit jedem gang aufs Klo findet der Heilungsprozess ein vorzeitiges und jähes Ende. Mir kommt es sogar so vor, als fängt er jedes Mal von vorne an. Das Gewebe wird gedehnt, platzt wieder auf und&#8230; ich erspare euch das lieber. Es tut einfach scheiße weh und das immer wieder.</p>
<p>Schmerzen. Infernale, barbarische, pochende, stechende, brennende, hässliche Schmerzen. Beim ersten Mal habe ich geschrien und als das zum letzten Mal passiert ist, hatte sich meine rechte Hand fast vom Arm verabschiedet. Und dann wird es besser, hört ganz langsam auf, bis es am Ende nur noch ein schwaches Pochen ist. Irgendwann fühle ich mich dann wieder richtig gut, nur um einen Toilettenbesuch später erneut im Tal der Schmerzen zu landen. Genau so muss sich Folter anfühlen und der Mensch, der Folter erfunden hat, hatte vorher diese OP. Den Schmerz solange  ausreizen, bis das Opfer kurz vor der Besinnungslosigkeit ist, dann aufhören, erholen lassen und wieder von vorne anfangen. Und irgendwann dreht man durch, drehe ich durch.</p>
<p>Aber was soll man auch erwarten. Schon das Gespräch mit dem Anästhesisten hatte etwas von einem Psychothriller und in meinen  Paracetamol gepeitschten Träumen verfolgt mich der grauhaarige Mann mit einem diabolischen Lachen und jagt mich durch die Gänge des Krankenhauses. Aber was soll man auch erwarten. Ist es normal, dass man nach einer OP mit Vollnarkose noch am selben Tag ohne Gespräch mit dem Arzt nach Hause geschickt wird? Ist es normal, zwei Tage statt der notwendigen Woche krankgeschrieben zu werden? Und ist es normal, dass die Arzthelferinnen über ihre Kolleginnen ablästern, als wäre ich gar nicht im Raum? Die Odyssee zur Praxis am Montagmorgen hat mich jedenfalls wieder einmal an der Menschheit zweifeln lassen.</p>
<p>Inzwischen habe ich keine Lust mehr, zu essen. Genauer gesagt habe ich Angst davor, denn ich weiß was mir blüht. Ohne Essen keine Heilung, mit Essen neue Schmerzen. Eine beschissene Situation. Ich habe es mit Suppe versucht, aber spätestens nach der zweiten Ladung schreit mein Körper nach den Köstlichkeiten, mit denen ich ihn sonst verwöhne. Saftiges Rinderfilet, eine Pizza vom Stammitaliener, Rippchen mit Sauerkraut. Verdammt noch mal, ich möchte essen! Ich möchte schlemmen und mich am Ende in einer Badewanne voll Spaghetti-Sauce ertränken. Und dann wieder nicht. Denn im Hinterkopf spricht der kleine Mann, auf dessen Geheiß ich am Ende mit stoischen Kaubewegungen Nahrung zuführe, ohne dabei groß zu denken. Denn wenn ich weiter denke, habe ich in zwei Wochen den nächsten Termin. Dieses Mal wegen des Magengeschwürs.</p>
<p>Alles in allem ist es irgendwie merkwürdig. Ich liege hier und es geht mir gut. Gut dank meines Hausarztes, der mich heute nicht nur noch einmal krankgeschrieben hat, sondern auch endlich ordentliche Schmerzmittel. Und nun liege ich da und überlege, was ich als nächstes mache. Vielleicht eine Auszeit im Job, um die Grundausbildung bei den Marines zu absolvieren. Oder vielleicht Survival-Training in Sibirien? Das habe ich gestern im Discovery Channel gesehen und ich glaube, jetzt bin ich echt bereit für die Scheiße. Vierzig Grad Minus, schlafen in stinkenden Höhlen und als Essen tiefgefrorene Eichhörnchen. Und vielleicht, ganz vielleicht ist das ja doch noch eine Nummer härter als das hier. Am besten fange ich aber erstmal klein an. Mit dem Hinsetzen zum Beispiel&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2010/09/01/hollenritt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kein Kommentar</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2010/07/27/kein-kommentar-2/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2010/07/27/kein-kommentar-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 12:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Bildmanipulation]]></category>
		<category><![CDATA[BP]]></category>
		<category><![CDATA[Junk-Food-Journalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=224</guid>
		<description><![CDATA[Im Grunde braucht dieser Beitrag nicht mehr als einen Link auf das Bildblog. Ein paar Zeilen möchte ich dennoch ergänzen. Und zwar in Form einer Frage: wo bleiben die Aufmacher, die sich mit der Bildmanipulation beschäftigen? Ist die Loveparade so viel unwichtiger als die Ölpest, ist die Manipulation der Luftaufnahme weniger Schlimm als die der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Grunde braucht dieser Beitrag nicht mehr als einen Link auf das Bildblog. Ein paar Zeilen möchte ich dennoch ergänzen. Und zwar in Form einer Frage: wo bleiben die Aufmacher, die sich mit der Bildmanipulation beschäftigen? Ist die Loveparade so viel unwichtiger als die Ölpest, ist die Manipulation der Luftaufnahme weniger Schlimm als die der Monitore bei BP, oder geht es vielleicht doch wieder darum, dass man sich in der Medienlandschaft nicht gegenseitig ans Bein pinkelt? Nehmt euch eure Pseudomoral und steckt sie euch dahin, wo keine Sonne scheint <img src='http://www.bf-g.de/berkner/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Und wenn ihr damit fertig seid, lest euch diesen Beitrag durch</p>
<p><strong><a title="Bildblog zur Loveparade" href="http://www.bildblog.de/20764/was-von-der-loveparade-uebrig-blieb/" target="_blank">Was von der Loveparde übrig blieb</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2010/07/27/kein-kommentar-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sensationsmeldungen im Sommerloch</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2010/07/24/sensationsmeldungen-im-sommerloch/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2010/07/24/sensationsmeldungen-im-sommerloch/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 19:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[BP]]></category>
		<category><![CDATA[Junk-Food-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Photoshop]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerloch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=220</guid>
		<description><![CDATA[Journalismus ist schon eine tolle Sache. Vor allem dann, wenn es gerade mal wieder nichts zu melden gibt. Dumm nur, dass Zeitungen und Internetportale auch in der Saure-Gurken-Zeit gefüllt werden müssen. Zum Beispiel mit den skandalösen Bildmanipulationen des Ölkonzerns BP, der sich &#8211; zugegeben &#8211; gerade nicht mit Ruhm bekleckert. Das Problem an der Sache: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Journalismus ist schon eine tolle Sache. Vor allem dann, wenn es gerade mal wieder nichts zu melden gibt. Dumm nur, dass Zeitungen und Internetportale auch in der Saure-Gurken-Zeit gefüllt werden müssen. Zum Beispiel mit den skandalösen Bildmanipulationen des Ölkonzerns BP, der sich &#8211; zugegeben &#8211; gerade nicht mit Ruhm bekleckert. Das Problem an der Sache: die sogenannten &#8220;Manipulationen&#8221; wären unter normalen Bedingungen wahrscheinlich noch nicht einmal eine Randnotiz wert. Denn der Konzern versucht weder etwas vorzutäuschen, noch etwas zu vertuschen. Die betroffenen Bilder wurde lediglich ein bißchen aufgehübscht. Eine gängige Praxis übrigens auch in vielen Online-Redaktionen, die vom Bildblog erst jüngst im Fall einer russischen Spionin und dem Bundestrainer<a href="http://www.bildblog.de/20059/liebesgruesse-aus-koeln/" target="_blank"> thematisiert wurde</a>.</p>
<p>Was ist also genau passiert? Wie den Medien zu entnehmen ist, hat BP das Foto seines Kontrollzentrums nachbearbeitet und so einige nicht funktionierende Monitore kaschiert. Nachlesen kann man das <a href="http://gawker.com/5591246/bps-photoshopped-command-center-picture" target="_blank">bei Gawker</a>, die den &#8220;Skandal&#8221; aufgedeckt haben. Ein weiteres Photo zeigt einen Helikopter, der angeblich in der Luft ist, sich in Wahrheit jedoch <a href="http://nachrichten.t-online.de/oelpest-blogger-enthuellen-neue-bp-bildmanipulationen/id_42336536/index" target="_blank">auf dem Flugdeck befindet</a>. Und das war es auch schon. Es wurde kein neues Ölleck wegretuschiert, es wurde keine weitere Mega-Panne vertuscht, sondern lediglich ein bißchen PR betrieben. Für den einen oder anderen Medienkritiker mag das vielleicht schon zu viel sein, aber der &#8220;WTF-Faktor&#8221; mag sich bei mir einfach nicht einstellen. Vielleicht liegt das ja einfach daran, dass heutzutage Hinz und Kunz seine Fotos manipuliert und sich normalerweise niemand darum schert.</p>
<p>Gute Beispiel sind der fast schon <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hibyAJOSW8U" target="_blank">legendäre Film von Dove</a>, der uns die alltägliche Manipulation in aller Grausamkeit vor Auge führt, aber auch <a href="http://photoshopdisasters.blogspot.com/" target="_blank">Seiten wie Photoshop Disasters</a>, wo praktisch täglich Pleiten und Pech und Pannen aus dem Bereich der Bildbearbeitung zur Schau gestellt werden. Und dort landen nur die wichtig heftigen Fälle. Von den Print- und Online-Medien fange ich hier am besten gar nicht erst an, denn dann wird es richtig peinlich. Manipuliert wird überall. Von der Internetgemeinde <a href="http://asset.soup.io/asset/0912/4518_fb65.jpeg" target="_blank">aus Spaß an der Freude</a> (Danke Ludwig <img src='http://www.bf-g.de/berkner/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> , von Medien weil der Bildausschnitt nicht ins Layout passt und von Konzernen weil die Bilder eben hübsch sein sollen. Sicherlich hat sich BP einen schlechten Zeitpunkt ausgesucht und sollte das nächste Mal jemand engagieren, der sich auch mit Photoshop auskennt, aber vorwerfen kann man der PR-Abteilung nun wirklich nichts. Zumindest nicht, wenn man sich den täglichen Wahnsinn anschaut. Zur besseren Veranschaulichung hier noch ein paar weitere Beispiele aus dem ganz normalen Leben&#8230;</p>
<p><a href="http://photoshopdisasters.blogspot.com/2009/12/stocking-girl-you-got-hosed.html" target="_blank">Photoshop Disasters 01</a><br />
<a href="http://photoshopdisasters.blogspot.com/2009/12/asos-mayday.html" target="_blank">Photoshop Disasters 02</a><br />
<a href="http://photoshopdisasters.blogspot.com/2009/10/victorias-secret-mostly-invisible.html" target="_blank">Photoshop Disasters 03</a><br />
<a href="http://photoshopdisasters.blogspot.com/2010/06/der-spiegel-whats-joint-like-you-doing.html" target="_blank">Photoshop Disasters 04</a><br />
<a href="http://photoshopdisasters.blogspot.com/2010/06/daily-mail-chinese-baby-stomper.html" target="_blank">Photoshop Disasters 05</a></p>
<p>Das sind die wirklichen und alltäglichen Skandale, um die sich niemand schert. Also hört doch bitte mit der lächerlichen Vorstellung auf.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2010/07/24/sensationsmeldungen-im-sommerloch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der No-Follow-Wahnsinn</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2010/07/17/der-no-follow-wahnsinn/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2010/07/17/der-no-follow-wahnsinn/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 08:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Foren]]></category>
		<category><![CDATA[Linkbuilding]]></category>
		<category><![CDATA[Rel Nofollow]]></category>
		<category><![CDATA[SEO]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=218</guid>
		<description><![CDATA[Mit Ankündigungen ist das immer so eine Sache. Eigentlich hatte ich beschlossen, hier nichts mehr über Trends und Technik zu schreiben, allerdings ist die Fantasy-Geschichte dann doch irgendwie im Sand verlaufen. Und bevor hier gar nichts mehr passiert, schreibe ich eben wieder über Technik. Das Thema des Tages sind Links, oder besser gesagt waren Links, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Ankündigungen ist das immer so eine Sache. Eigentlich hatte ich beschlossen, hier nichts mehr über Trends und Technik zu schreiben, allerdings ist die Fantasy-Geschichte dann doch irgendwie im Sand verlaufen. Und bevor hier gar nichts mehr passiert, schreibe ich eben wieder über Technik. Das Thema des Tages sind Links, oder besser gesagt waren Links, denn davon zähle ich leider immer weniger. Schuld daran sind Spambots, SEO-Strategen und andere Spielverderber, in deren Bugwelle ich in letzter Zeit immer häufiger gerate. Aber vielleicht fangen wir einfach mal von vorne an.</p>
<p>Seit vielen Jahren betreibe ich eine Spielseite, auf der sich allerhand nützliche Informationen finden. Wir erklären den Leuten, wie das Spiel funktioniert, wo sie Zusatzinhalte finden und was sie im Falle von technischen Problemen tun können. Nicht selten führt das zu externen Referenzen. Menschen, die unsere Seite und dort Hilfe gefunden haben, verlinken sie in Foren und Blogs. Über die letzten acht Jahre hat uns das eine stattliche Zahl von Backlinks eingebracht. Zeitweise über 30.000 Stück. Das Problem an der Sache ist, dass die Zahl stetig abnimmt. Zum einen verschwinden Angebote aus dem Netz, zum anderen werden die Links entwertet. Das Zauberwort heißt &#8220;rel nofollow&#8221; und langsam aber sicher geht es mir auf den Keks.</p>
<p>Über den Zusatz rel nofollow werden Links entwertet. Das bedeutet, wenn Google in einem Forum vorbeischaut und eingangs erwähnte Links auf unsere Spielseite findet, werden sie schlicht ignoriert. Eingesetzt wird der Tag, weil sich ein immer größerer Teil der Internet-Gemeinde darauf spezialisiert hat, Foren zur Platzierung von Links zu nutzen. Da wäre der klassische Spambot, der nachts auftaucht, ein dutzend Threads mit Links eröffnet und wieder verschwindet, aber auch der SEO-Stratege, der langsam Accounts aufbaut und die Links behutsam platziert. Mit Rel nofollow wird man all diese Probleme auf einmal los. Links werden generell entwertet, die Platzierung von Links nicht mehr interessant.</p>
<p>Das große Problem dabei ist allerdings die Bestrafung der &#8220;Guten&#8221;, denn nach dem bisherigen Prinzip wird schlicht alles entwertet. Und hier liegt das Problem, denn es gibt bessere Lösungsansätze. Negativlisten zum Beispiel, wie sie bei Browser-Add-Ons wie NoScript oder Foren-Software im Bereich der Wort- oder URL-Filter zum Einsatz kommen. Was also fehlt, sind ordentliche Plugins, mit denen man bestimmte Links über eine Blacklist mit rel nofollow versehen kann und dem Rest seine Linkpower zugesteht. Denn so, wie es jetzt ist, wird sich das Internet irgendwann gegenseitig entwertet haben. Stellen wir auf unserer Spielseite nämlich fest, dass uns von einer bestimmten Plattform die Links flöten gegangen sind, machen wir das ganz genauso. Keine sehr elegante Lösung, aber die notwendigen Plugins müssen erst noch geschrieben werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2010/07/17/der-no-follow-wahnsinn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neues Jahr, neues Glück</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2010/01/26/neues-jahr-neues-gluck/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2010/01/26/neues-jahr-neues-gluck/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 21:27:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Der Name des Windes]]></category>
		<category><![CDATA[Lied der Dunkelheit]]></category>
		<category><![CDATA[Osten Ard]]></category>
		<category><![CDATA[Racheklingen]]></category>
		<category><![CDATA[Stan Nicholls]]></category>
		<category><![CDATA[Tad Williams]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=214</guid>
		<description><![CDATA[Ich lese, also bin ich. Ganz besonders gilt das, wenn ich ein Buch aus der Fantasy-Abteilung in der Hand habe. Die einfache Weisheit aus dem einleitenden Satz dieses Beitrags ist die neue Richtung, in die ich dieses Blog entwickeln möchte. Mit dem Online-Journalismus habe ich innerlich abgeschlossen – schon seit vielen, vielen Monaten. Und da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese, also bin ich. Ganz besonders gilt das, wenn ich ein Buch aus der Fantasy-Abteilung in der Hand habe. Die einfache Weisheit aus dem einleitenden Satz dieses Beitrags ist die neue Richtung, in die ich dieses Blog entwickeln möchte. Mit dem Online-Journalismus habe ich innerlich abgeschlossen – schon seit vielen, vielen Monaten. Und da es in meinen Augen wenig Sinn macht, seine Zeit mit etwas zu verbringen von dem man nicht überzeugt ist, versuche ich es zur Abwechslung einmal mit einem Thema, das mir wirklich am Herzen liegt: die Welt von Elfen, Zwergen und Orks.</p>
<p><strong>Wie alles anfing</strong><br />
Angefangen habe ich damit recht spät und ausnahmsweise war es nicht das Werk von Tolkien, das den endgültigen Ausschlag gegeben hat. Es war die Reise von Simon Schneelocke durch die fantastische Welt von Osten Ard, die mich bereits beim ersten Kontakt völlig in ihren Bann schlug. Und dieselbe Tetratlogie war es dann auch, die mich bewogen hat, hier einen Schlussstrich zu ziehen und ein paar Bücher vorzustellen. Und zwar anders als in den Rezensionen bei Amazon und Co., über die ich regelmäßig den Kopf schüttele. Ich will nicht wissen was in einem Fantasy-Buch steht, sondern wie es geschrieben ist.</p>
<p><strong>Total ausgeltuscht </strong><br />
Ich benutze absichtlich nicht das Wort Phantastik, da ich mit Science Fiction und Horror außer einigen kurzen Abstechern nichts am Hut habe. Genausowenig mit Vampiren. Den Black-Dagger-Hype kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ich beschäftige mich lieber mit Elfen, Orks und Zwergen, auch wenn dieses Genre langsam aber sicher ausgelutscht ist. Die zweite Runde, die Stan Nicholls gerade seinen Lieblingsork  Stryke drehen lässt, ist reichlich flach. Und auch die zahlreichen Versuche, Elfen, Goblins und Trolle in ein neues Licht zu rücken, öden mich langsam an. Vor allem, wenn die Bösen dabei immer mehr zu Guten stilisiert werden. Ich brauche echte Neuerungen und weniger Klischees.</p>
<p><strong>Freudige Überraschungen</strong><br />
Überraschenderweise hielt das vergangene Jahr aber auch einige Highlights bereit. <a title="Der Name des Windes" href="http://www.amazon.de/gp/product/360893815X?ie=UTF8&amp;tag=bfgamenet-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=360893815X" target="_blank">Der Name des Windes</a> zum Beispiel, den ich aus verschiedenen Gründen erst vier Monate nach seiner Erscheinung lesen konnte. Ich gehörte jedoch nicht immer zu den Letzten. <a title="Racheklingen" href="http://www.amazon.de/gp/product/3453525221?ie=UTF8&amp;tag=bfgamenet-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453525221" target="_blank">Racheklingen</a>, die grandiose Fortsetzung von Abercrombies Klingen-Serie, hielt ich genauso am Tag der Erscheinung in der Hand wie <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453525388?ie=UTF8&amp;tag=bfgamenet-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453525388" target="_blank">die letzte Schlacht</a> der Kinder von Estorea. Ein weiteres Highlight war sicherlich <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453524764?ie=UTF8&amp;tag=bfgamenet-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453524764" target="_blank">Das Lied der Dunkelheit</a>, auch wenn Peter V. Bretts Buch nicht bei allen auf Zustimmung gestoßen ist. Mir gefällt das wilde, fast schon brachiale Vorgehen eines Hauptcharakters und ich warte gespannt auf die Fortsetzung.</p>
<p><strong>Ausblick auf den Ausblick</strong><br />
Mit der Liste könnte ich jetzt noch ein Dutzend Absätze weiter machen, aber das ist nicht Sinn und Zweck der Übung. Gelesen wird sicherlich viel und manch einer wird sogar noch mehr Bücher verschlingen als ich. In diesem Blog will ich in den nächsten Tagen und Wochen einfach auf ein paar der Autoren eingehen und wende mich dabei sowohl an Leute, die das Buch noch nicht zuhause liegen haben, als auch an solche, die den Inhalt bereits kennen. Verzichten möchte ich dabei wie eingangs erwähnt auf die üblichen Spoiler und Schulaufsätze bei Amazon, die zwar viel über die Handlung erzählen, aber wenig über das Buch selbst.</p>
<p>Weiter geht es mit meinem ganz persönlichen Ausblick auf das Fantasy-Jahr 2010, aber nicht mehr heute. Die Liste ist lang und zu jedem Titel möchte ich das eine oder andere Wort verlieren. Dazu werden ich noch einmal näher auf einige der oben genannten Highlights eingehen. Also bis hoffentlich bald an derselben Stelle.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2010/01/26/neues-jahr-neues-gluck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Masse statt Klasse</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2009/12/20/masse-statt-klasse/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2009/12/20/masse-statt-klasse/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 13:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[SEO]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinen-Optimierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=212</guid>
		<description><![CDATA[Als Online-Redakteur gehört Google seit vielen Jahren zu meinem Alltag. Ich muss Texte und Überschriften in Richtung Suchmaschine optimieren, die richtige Dichte der Keywords beachten und bevor ich den Artikel schreibe erst einmal überlegen, was denn überhaupt die wichtigen Keywords sind. All das sind Dinge, mit denen ich leben kann. All das sind Dinge, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Online-Redakteur gehört Google seit vielen Jahren zu meinem Alltag. Ich muss Texte und Überschriften in Richtung Suchmaschine optimieren, die richtige Dichte der Keywords beachten und bevor ich den Artikel schreibe erst einmal überlegen, was denn überhaupt die wichtigen Keywords sind. All das sind Dinge, mit denen ich leben kann. All das sind Dinge, mit denen ich in meinem Beruf inzwischen leben muss. Langsam aber sicher geht mir der Optimierungswahnsinn aber auf den Keks, denn ich habe immer mehr das Gefühl für eine Maschine zu schreiben anstatt für meine Leser. An einem aktuellen Beispiel möchte ich das demonstrieren.</p>
<p>Zu einem Thema erscheinen meistens viele Meldungen, die seitens der Agenturen in einem &#8220;Roundup&#8221; gebündelt werden. Diese Bündelung macht nicht nur aus redaktioneller Sicht großen Sinn, sondern auch in Hinblick auf die Leserschaft. Wer eine Website besucht, möchte in der Regel nicht 20 einzelne Meldungen mit jeweils drei Sätzen lesen, sondern eine zusammengefasste Meldung mit den wichtigsten Fakten. Und so wird es bisher auch gehandhabt. Die Betonung liegt dabei auf &#8220;bisher&#8221;, denn in Zukunft könnte das alles ganz anders aussehen.</p>
<p>Schlaue Köpfe aus dem SEO-Bereich sind der Überzeugung, dass es Google besser gefällt, wenn in einem Medium viele Nachrichten zu einem Thema erscheinen. Wenn Airbus oder Boeing ein neues Flugzeug starten lassen, schreiben wir zukünftig also am besten drei Artikel. Einen am Morgen, der sich mit dem Start am Mittag beschäftigt, einen am Mittag, in dem es um den Start geht, und einen am Nachmittag, wenn das Flugzeug wieder gelandet ist. Schön ist das nicht und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand gesteigerten Wert auf eine solche Stückelung der Inhalte legt.</p>
<p>Betrachtet man sich diese Vorgaben ein wenig genauer, ist die Berichterstattung im Online-Bereich nicht mehr  weit entfernt von einer Automatisierung. Warum noch groß Arbeit in einen Text stecken, wenn man am Tag ohnehin vier oder fünf davon produzieren muss? Spaß macht das nicht und mit Journalismus hat es auch nicht mehr viel zu tun. Masse statt Klasse, wieder einmal&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2009/12/20/masse-statt-klasse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Respekt, Frau Enke, Respekt</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2009/11/11/respekt-frau-enke-respekt/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2009/11/11/respekt-frau-enke-respekt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 20:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=209</guid>
		<description><![CDATA[Als ich heute Morgen ins Büro kam, war mir die Tragweite der Ereignisse bereits bewusst. Bereits nach dem Freitod von Adolf Merckle lag diese Mischung aus Trauer und Neugier in der Luft, die Journalisten nun einmal Eigen ist. Was genau ist an den Bahngleisen passiert und was genau hat unseren Nationalkeeper zu diesem Schritt bewogen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich heute Morgen ins Büro kam, war mir die Tragweite der Ereignisse bereits bewusst. Bereits nach dem Freitod von Adolf Merckle lag diese Mischung aus Trauer und Neugier in der Luft, die Journalisten nun einmal Eigen ist. Was genau ist an den Bahngleisen passiert und was genau hat unseren Nationalkeeper zu diesem Schritt bewogen. Was sagen die Mannschaftskollegen, was sagt der DFB und – vor allem – was sagt seine Frau. Und dann kamen Sie, Frau Enke, und haben sich souverän der Meute gestellt und der Welt einfach erzählt, was alle wissen wollten.</p>
<p>Sich dem Blitzlichtgewitter auszusetzen ist auch ohne einen so tragischen Verlust eine Leistung, die honoriert werden muss. Angesichts der Umstände verdient sie den höchsten Respekt. Und nicht nur deswegen, sondern auch weil Sie Ihrem Mann damit eine letzte große Ehre erweisen. Sie machen seine Krankheit öffentlich und sorgen so nicht nur für eine längst überfällige Diskussion um das Thema Depression, sondern nehmen den weniger feinfühligen Kollegen auch den Wind aus den Segeln. Den Kollegen, die bereits kurz nach der ersten Meldung im Dreck wühlen.</p>
<p>Was war da los mit dem Enke? War die Ehe zerrüttet? Gab es vielleicht eine Geliebte? Manchem Schreiberling ist sich ja für nichts zu schade und ich warte eigentlich fast schon stündlich auf die ersten Bilder vom Friedhof, den ihr Mann so gerne besucht hat. Zumindest wenn man den Berichten Glauben schenken darf. Spekuliert wird also immer noch, aber mit allergrößter Wahrscheinlichkeit viel weniger stark, als wenn sie geschwiegen hätten. Nun ist alles gesagt, die Geschichte ist erzählt. Und wenn wir alle viel Glück haben, bleibt es auch dabei. Abschließend kann man sich nur wünschen, es gäbe mehr Frauen von Ihrem Charakter, mehr Frauen von Ihrem Format.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2009/11/11/respekt-frau-enke-respekt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Brot und Spiele</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2009/11/01/brot-und-spiele/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2009/11/01/brot-und-spiele/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 21:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Bauer sucht Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland sucht den Superstar]]></category>
		<category><![CDATA[Schwiegertochter gesucht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=204</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe es getan. Damit ich während der Themenkonferenz und während der Raucherpausen auch mal mitreden kann, habe ich mir eine Folge Bauer sucht Frau, eine Folge Schwiegertochter gesucht und die letzte Ausgabe des Supertalents angeschaut. Das Ergebnis war wie zu erwarten erschreckend, allerdings wurden meine schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen. Wenn das die Realität ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es getan. Damit ich während der Themenkonferenz und während der Raucherpausen auch mal mitreden kann, habe ich mir eine Folge Bauer sucht Frau, eine Folge Schwiegertochter gesucht und die letzte Ausgabe des Supertalents angeschaut. Das Ergebnis war wie zu erwarten erschreckend, allerdings wurden meine schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen. Wenn das die Realität ist, lebe ich wohl auf einem anderen Stern. Oder in einem anderen Universum. Ich weiß es nicht, aber klar ist mir nur eins: wenn sich degenerierte Idioten im Fernsehen zum Affen machen, kann ich einfach nicht darüber lachen. Höchstens weinen, über so viel geballte Dummheit.</p>
<p>Wenn Voll-Assi Christian bei Schwiegermutter gesucht begleitet von dämlichen Macho-Sprüchen die persönlichen Fotos seiner neuen Freundin aus dem Fenster wirft, wünsche ich mir spontan <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/polen180.html" target="_blank">eine polnische Lösung</a>. Einigen mag das ja vielleicht zu hart erscheinen, aber mit solchen Vollidioten habe ich einfach kein Mitleid. Genausowenig mit <a href="http://www.clipfish.de/special/supertalent/video/3173858/supertalent-musikerin-daniela-may/" target="_blank">Daniela May</a>, <a href="http://www.clipfish.de/special/supertalent/video/3173854/supertalent-queen-of-pop-sevasti-tsomaridou/" target="_blank">Sevasti Tsomaridou</a>, <a href="http://www.clipfish.de/special/supertalent/video/3173834/supertalent-wolfgang-scholly-sorges/" target="_blank">Wolfgang Sorges</a> und all den anderen Typen, die sich für fünf Minuten Aufmerksamkeit vor der ganzen Nation zum Affen machen. Gut, <a href="http://www.clipfish.de/special/supertalent/video/3173900/supertalent-julia-maria-sakar/" target="_blank">es gibt Ausnahmen</a>, aber Lachen kann ich immer noch nicht  Und wenn man es genau nimmt, ist Lachen bei der Sache eigentlich das größte Problem.</p>
<p>Gemacht werden diese Shows weil sie geschaut werden und ich könnte wetten, die Mehrheit der Zuschauer entstammt nicht den bildungsfernen Schichten. Zumindest wenn man nach dem Publikum geht, das sich bei der Suche nach dem Supertalent benimmt wie Römer während der Spiele im Amphitheater. Mit heruntergestrecktem Daumen oder zugekehrtem Rücken wird den Kämpfern in der Arena das Scheitern siganalisiert, das Todesurteil fällt Imperator Bohlen in Absprache mit Silvie und Bruce. Brot und Spiele; Unterhaltung für die Massen.</p>
<p>Shows, Kandidaten und Dialoge werden dabei immer dümmer und es scheint fast, als würde es bald gar keine Grenzen mehr geben. Vielleicht bauen sie das Kolosseum ja wirklich wieder auf, oder irgendwo auf die Grüne Wiese. Auf Gladiatorenkämpfe und Verfütterung an die Löwen kann man dabei getrost verzichten. Es reicht völlig aus, <a href="http://www.schwiegertochter-gesucht.com/jurgen-3-staffel/" target="_blank">den grenzdebilen Jürgen</a> mit seiner Tschu-Tschu-Eisenbahn in die Arena zu setzen und in der Totalen auf der Leinwand zu zeigen, wie er seine Lok im Kreis fahren lässt. Lustig ist das eigentlich nicht, geschaut wird es wahrscheinlich trotzdem. Nur nicht von mir, denn ich klinke mich nach dem Experiment wieder aus. Selbst der Mutantenstadl ist unterhaltsamer als Reality-TV.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2009/11/01/brot-und-spiele/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geschichten aus Absurdistan</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2009/10/15/geschichten-aus-absurdistan/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2009/10/15/geschichten-aus-absurdistan/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 15:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Generationenkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Rente]]></category>
		<category><![CDATA[Rentengarantie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=194</guid>
		<description><![CDATA[Deutschland ist schon ein komisches Land. Richtig bewusst geworden ist mir das zum ersten mal, als ich im Supermarkt vor zwei absolut identischen Eisteepackungen stand, die einen unterschiedlichen Preis hatten. Die eine Sorte ist mit Kohlensäure, die andere ohne. Der ganz normale Wahnsinn in einer Gesellschaft, die sich langsam aber sicher zu Absurdistan entwickelt. Manche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland ist schon ein komisches Land. Richtig bewusst geworden ist mir das zum ersten mal, als ich im Supermarkt vor zwei absolut identischen Eisteepackungen stand, die einen unterschiedlichen Preis hatten. Die eine Sorte ist mit Kohlensäure, die andere ohne. Der ganz normale Wahnsinn in einer Gesellschaft, die sich langsam aber sicher zu Absurdistan entwickelt. Manche Menschen sprechen in diesem Zusammenhang ja auch gerne von einer Bananenrepublik, davon sind wir aber noch ein ganzes Stück entfernt. Und eigentlich geht es hier auch nicht um das Dosenpfand, sondern um die Rente. Ein mindestens genauso heiß diskutiertes Thema, das mich in den letzten Tagen immer wieder begleitet hat.</p>
<p>Auslöser war ein Aufmacher in der BILD vom Dienstag, in dem von einem &#8220;Rentenschock&#8221; berichtet wurde. Durch die Finanzkrise und die zu erwartenden Nullrunden könnte der tatsächlich ausbezahlte Rentenbeitrag absinken. Mit der Betonung auf &#8220;könnte&#8221;. Und weil diese Zeitung nun einmal die Themen vorgibt, haben die Geschichte auch alle anderen gemacht. <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,654767,00.html" target="_blank">Der Spiegel,</a> <a href="http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/finanzkrise-neuer-schock-fuer-deutsche-rentner_aid_444272.html">der Focus</a>, <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/prognose-krise-drueckt-auf-kuenftige-rente-1514285.html" target="_blank">der Stern</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/431/490804/text/" target="_blank">die Süddeutsche</a> und <a href="http://altersvorsorge-rente.t-online.de/renten-schock-bis-zu-acht-prozent-weniger-wegen-finanzkrise/id_20229700/index" target="_blank">auch wir</a>. Der altbekannte Gruppenzwang im Online-Geschäft, über den ich mich dieses Mal nicht auslassen möchte. Es geht um das Thema selbst. Denn obwohl an der Berechung der Schockprognose rein formal nichts auszusetzen ist, handelt es sich doch im Grunde genommen um eine reine Luftnummer. Berechnet werden Verluste, die angesichts einer nicht vorhandenen Renditezusage so einfach nicht vorhanden sind.</p>
<p>An einem praktischen Beispiel versuche ich das zu erklären: wer zu seiner Bank geht und von dem Institut einen festen Zinssatz von 3% über eine Laufzeit von 20 Jahren zugesichert bekommt, wird aufgrund von Zins und Zinseszins am Ende sicherlich weniger in der Tasche haben als geplant, wenn die Bank die Zinsen zwischenzeitlich auf Null absenkt. Sicherlich würde in diesem Fall jeder von uns auf seinen Vertrag pochen und in einem Sturm der Entrüstung bei seinem Bankberater vorstellig werden. Das Problem bei der Rente ist nur, dass es eine solche Garantie nicht gibt. Die Prognosen für die Jahre 2010 und 2011 besagten vor dem Eintreten der Finanzkrise zwar einen moderaten Anstieg der Rente, von einem Versprechen kann jedoch keine Rede sein.</p>
<p>ich gehe sogar noch weiter: Einfluss auf Rente wie Zinsen hat auch die Inflation. Moderate Rentenerhöhungen bei niedriger Inflation sind unter Umständen weit weniger dramatisch als der umgekehrte Fall, weil auch die höchste Rentenerhöhung wenig bringt, wenn man sich für das ausgezahlte Geld weniger leisten kann. Ein Problem, das in der Vergangenheit übrigens nicht nur die Rentner betraf, sondern auch den einen oder anderen Arbeitnehmer. Und überhaupt: wer sagt eigentlich, dass es in fünf Jahren nicht einen Boom bei Sauerkraut gibt, der uns ein Wirtschaftswachstum von zehn Prozent und massive Lohn- wie Rentensteigerungen einbringt? Voraussagen kann das heute niemand und sicher ist nur eins: wie hoch die Rente in 15 oder 20 Jahren ausfällt weiß höchsten die Glaskugel.</p>
<p>Und selbst wenn es die vom MEA prognostizierten fünf bis acht Prozent Verlust werden ist das zwar schlimm, aber nicht halb so schlimm wie das, was mich in Zukunft erwartet: gar keine Rente. Finanziert wird das Marode Modell des Generationenvertrags doch schon lange <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kosteuer_(Deutschland)#Entwicklung_der_Steuereinnahmen_und_-verwendungen" target="_blank">über die Tankstelle</a>. Und weil das alleine anscheinend noch nicht genug ist, kommt oben drauf jetzt auch noch die Rentengarantie. Die besagt, dass bei fallenden Durchschnittslöhnen (angesichts eines prognostizierten Einbruchs der Konjunktur von fünf Prozent durchaus denkbar) die Renten nicht sinken. Doch das müssten sie der Gerechtigkeit halber eigentlich, auch wenn das manchem wehtun würde. Denn irgendwoher muss das Geld in einem Umlageverfahren ja schließlich kommen.</p>
<p>Betrachtet man sich diese Situation also etwas genauer, wird eins sehr schnell klar: irgendwem wird das alles in Zukunft richtig wehtun. Entweder den Rentern, denen man die Bezüge kürzt, oder uns jungen Menschen, denen man die Beiträge bis zur Schmerzgrenze erhöht. Wichtig wäre also eine grundlegende Debatte über die Finanzierung der Rente, bei der die Karten offen auf den Tisch gelegt werden. Doch das ist in diesem Land anscheinend nicht mehr möglich. Stattdessen diskutieren wir lieber über Phantasie-Verluste, Luftbuchungen und Luftnummern. Von den eigentlichen Problemen wird weiter abgelenkt.</p>
<p>Und wenn wir plötzlich gar nicht mehr weiter wissen machen wir eben neue Schulden. Oder wir erheben neue Steuern, denn die sind ja Gottseidank nicht Zweckgebunden. Also vielleicht einfach weiter rauf mit der Ökosteuer oder Mehrwertsteuer und dann rein in die Rentenkasse. Hauptsache nicht über das Thema selbst diskutieren. Und wenn die Diskussion durch reißerische Aufmacher wie den Rentenschock dann auch noch völlig in Richtung Absurdistan geführt werden, sind anscheinend alle glücklich. Die Finanzkrise ist an allem Schuld und nicht etwa das falsch konstruierte System. Na dann gute Nacht Marie! Ich geh mir jetzt erstmal etwas zu trinken besorgen. Ne Dose Eistee wäre nicht schlecht, aber vielleicht nehme ich der Einfachheit halber doch ein Pils. Da ist das Pfand wenigstens klar geregelt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2009/10/15/geschichten-aus-absurdistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Staatlich geregelter Rundfunk</title>
		<link>http://www.bf-g.de/berkner/2009/09/19/staatlich-geregelter-rundfunk/</link>
		<comments>http://www.bf-g.de/berkner/2009/09/19/staatlich-geregelter-rundfunk/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 09:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Beamtenstaat]]></category>
		<category><![CDATA[BigFM]]></category>
		<category><![CDATA[FFH]]></category>
		<category><![CDATA[HR3]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Radio Energy]]></category>
		<category><![CDATA[YouFM]]></category>
		<category><![CDATA[Zürich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bf-g.de/berkner/?p=182</guid>
		<description><![CDATA[Die Welt kann manchmal sehr klein sein. Vor allem wenn es um die Anwendung von Paragraphen, Gesetzen und Vorschriften geht. Besonders gerne wird ja in Deutschland über dieses Thema gemeckert, heute beschäftigt mich jedoch ein Beispiel aus der Schweiz. Die drohende Schließung des Radiosenders Energy Zürich, dem in Kürze die Sendelizenz für UKW entzogen werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt kann manchmal sehr klein sein. Vor allem wenn es um die Anwendung von Paragraphen, Gesetzen und Vorschriften geht. Besonders gerne wird ja in Deutschland über dieses Thema gemeckert, heute beschäftigt mich jedoch ein Beispiel aus der Schweiz. Die <a title="Radio Energy Zürich" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/keine_ukw-konzession_fuer_zuercher_radio_energy_1.3593177.html" target="_blank">drohende Schließung des Radiosenders Energy Zürich</a>, dem in Kürze die Sendelizenz für UKW entzogen werden soll. Da ich mich selbst zu den Hörern zähle, bin ich maßlos entsetzt und enttäuscht über diese Entscheidung. Nicht weil ich die rechtliche Lage anders einschätze, sondern ganz einfach weil den Sender mehr und vor allem junge Menschen hören. Das Programm ist abwechslungsreich und interessant und verdient im Vergleich zu lokalen Trauerspielen wie YouFM (*würg*), BigFM, HR3 und FFH das Prädikat wertvoll. Ganz einfach weil nicht konstant dieselbe langweilige Mainstream-Scheiße gespielt wird. Wer mal einen Monat YouFM gehört hat weiß was ich meine. Aber das ist ein anderes Thema. Bleiben wir beim Zürcher Fall.</p>
<p>Über das Internet und in Form von Unterschriften-Aktionen haben sich Hörer wie Künstler für einen Erhalt des Senders eingesetzt. Schweizer Stars komponierten zudem den Song <a href="http://www.youtube.com/watch?v=pvGbLwEzJD0" target="_blank">Stahn Uf</a>, der bereits nach kurzer Zeit in die Schweizer Online-Charts schaffte. Genützt hat das Engagement dennoch nichts. Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hat die Ende 2008 beschlossene Neuregelung der Konzessionen durchgewunken. Eine politische Entscheidung und &#8211; das sieht man an den zahlreichen Unterstützern des Protests &#8211; keine von Hörern forcierte. Was gut und was hörbar ist, entscheidet also nicht mehr der Hörer. Ein Gutes hat die Entscheidung dennoch: die Radiomacher wollen sich nicht unterkriegen lassen und zukünftig auf den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitaler_Rundfunk#H.C3.B6rfunk" target="_blank">digitalen Rundfunk</a> setzen. Ein Projekt, das seit Jahren als &#8220;zukunftsweisend&#8221; gefeiert wird, sich aber nie durchgesetzt hat. Vielleicht macht Zürich ja jetzt den Anfang. Ich bin jedenfalls froh, wenn die Idee wirklich klappt, denn auf <a href="http://www.energyzueri.ch/home.html" target="_blank">den Livestream</a> möchte ich nicht verzichten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bf-g.de/berkner/2009/09/19/staatlich-geregelter-rundfunk/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
