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Firefox 4 – Unscharfe Schrift, Download-Status und anderer Unsinn

Bastian | 27/03/2011 | 11:39

Seit gut einer Woche steht der Firefox 4 zum Download bereit und wurde während dieser Zeit mehr als 30 Millionen mal herunter geladen. Das Update bringt mehr Geschwindigkeit und neue Funktionen, doch nicht alle Benutzer sind mit dem Update glücklich. Denn einige Anpassungen werden als Verschlimmbessserung betrachtet. Die unscharfe Schrift, der neue Aufbau und nicht zuletzt der Wegfall der Statusleiste. In diesem Beitrag möchte ich deshalb kurz die zwei wichtigsten Addons vorstellen, mit denen sich die gewohnte Optik halbwegs passabel wiederherstellen lässt.

Scharfe Schrift dank Anti-Aliasing-Tuner

Der erste Knackpunkt im neuen FF ist die unscharfe Schrift. Wer damit Probleme hat, kann zweierlei Maßnahmen ergreifen: zum einen kann die Hardwarebeschleunigung deaktiviert werden, die jedoch zur Steigerung der Leistung des Browser eingebaut wurde. Es gibt deshalb noch einen zweiten Weg, der Schrift Herr zu werden: den Firefox AntiAliasing Tuner, mit dem sich nicht nur das Rendering der Schrift verändern lässt, sondern auch der Cleartype-Faktor. Das Addon bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, die bis zur Deaktivierung reichen. Die persönliche Einstellung muss jeder für sich selbst herausfinden, der Einfachheit halber stelle ich dennoch einen Screenshot meiner Einstellungen zur Verfügung.

Anti Aliasing Tuner für Firefox 4

Anti Aliasing Tuner für Firefox 4

Downloadstatus dank Status-4-Evar

Eine zweite Neuerung, die vielen Nutzern sauer aufstößt, ist der Wegfall der gewohnten Statuszeile. Vermisst wird von vielen Nutzern der Status von Downloads, der im alten Firefox eine genaue Auskunft gab, wie lange die Restzeit eines Downloads beträgt. In Firefox 4 gibt es nur noch eine Addon-Leiste, in der diese Funktion nicht mehr vorhanden ist. Auch hier müssen Nutzer auf ein Addon zurückgreifen. In diesem Fall Status-4-Evar von Sparky Bluefang, das bereits über 100.000 Mal geladen wurde. Mit dem kleinen Tuner lässt sich unter dem Punkt “Download” die Statusanzeige wieder aktivieren. Wer zusätzlich auf die Option “Time Remaining” umschaltet, kann zukünftig wieder mit der gewohnten Optik arbeiten.

Status-4-Evar

Status-4-Evar

Neu ist nicht immer besser

Die hier aufgezählten Punkte sind nur zwei einer langen Liste, die bei mir wieder einmal folgende Frage aufwerfen: warum vergessen so viele Produktdesigner immer wieder dieselbe Zielgruppe? In diesem Fall die Wechselunwilligen. Wenn mir ein Feature weggenommen wird, möchte ich gerne den tieferen Sinn und Nutzen verstehen. Und den erkenne ich beim Wegfall der Statusanzeigen einfach nicht. Genausowenig wie beim Cleartype-Gedöns, das ganz offensichtlich noch ein paar mehr Leute stört als mich. Vielleicht bin ich in der Hinsicht aber auch einfach nur von Windows verwöhnt. Ja, richtig gehört, von Windows. Dort findet sich in jeder Version des Betriebsystems die Möglichkeit zur “klassischen Ansicht” zu wechseln.

Genau diese Option vermisse ich beim Firefox 4. Ich will nicht erst das Internet abgrasen und stundenlang Addons ausprobieren, sondern mit einem Klick mein gewohntes Bild wiederhaben. Danach bin ich gerne bereit, neue Funktionen Schritt für Schritt auszuprobieren. Anderen Benutzern geht das übrigens auch so, und nicht alle haben dieselbe Muße wie ich. Es gibt Google Chrome und andere Browser, die nur einen Mausklick entfernt sind ;)

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AntiAliasing-Tuner, Cleartype, Firefox, Firefox 4, Status-4-Evar, unscharfe schrift
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Kasse statt Klasse

Bastian | 07/07/2009 | 21:11

Mit dem Internet Explorer ist das so eine Sache. Toll war der Browser noch nie und spätestens seit dem Erscheinen von Firefox ist sein Stern am sinken. Das alles ist nicht neu und wer sich auf diese Seiten verirrt, dürfte sich von den Hard Facts eher gelangweilt fühlen. In Deutschland inzwischen mehr Nutzer, unzählige AddOns, ständige Weiterentwicklung in kurzen Release-Zyklen, und und und. Interessant an der Geschichte ist allerdings, dass Microsoft in der Abwehr des Konkurrenten inzwischen nicht mehr auf das Kopieren der Funktionen beschränkt, sondern Marktmacht und Kapital einsetzt. Konkret bedeutet das: Nutzern werden Preise und Vergünstigungen in Aussicht gestellt, wenn sie den Feuerfuchs durch den IE8 ersetzen.

Die erste Aktion ist ein Gewinnspiel von Microsoft Australien, bei dem es 10.000 Dollar zu gewinnen gibt. Einzige Voraussetzung: der IE8 und ein Twitter-Account, um den Hinweisen von Tengrand_IE8 zu folgen. Auf Twitter selbst, wo sich anscheinend viele Firefoxer herumtreiben, wurde die Aktion mit Spott und Häme bedacht. “Kasse statt Klasse” lautete einer der Kommentare. Wenig besser kam die Promo-Aktion weg, bei der  Fans von Nickelbag einen bisher unveröffentlichten Song abstauben können. Selbstverständlich nur mit einer speziellen Version des Internet Explorers.

Wer intensiver sucht, findet bestimmt weitere Aktionen bei denen der Riese aus Redmond Geld in die Hand nimmt.  Für Microsoft sicherlich Kleckerbeträge, aber es würde kaum verwundern wenn nicht noch schweres Geschütz aufgefahren würde. Helfen wird es leider nicht. Wer einmal die Alternativen getestet hat, kommt so schnell nicht mehr zurück. Zumindest nicht für ein läppisches Stück Musik oder die Chance, sich mit zehntausenden Leuten um 10.000 Dollar zu kabbeln. Solange die Summe nicht um zwei Nullen vergrößert wird, kann man sich die Aktion auch sparen.

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Firefox überholt Internet Explorer

Bastian | 15/06/2009 | 21:02

Kurz vor Feierabend bin ich bei Turi und anderen Branchenseiten über eine interessante Meldung gestoßen: In Deutschland hat der Feuerfuchs laut einer aktuellen Studie zum ersten Mal die Browser aus dem Hause Microsoft überholt. Auf 40 Prozent bringt es der Firefox, während IE 6, 7 und 8 zusammen auf 38 Prozent kommen. Ermittelt hat die Daten Fittkau und Maaß, also sollten sie halbwegs valide sein. Und die Erfolgsgeschichte düfte weitergehen, wird Windows 7 laut neuesten Berichten doch ohne Browser ausgeliefert. Richtig gehört. Auf dem Rechner ist ersteinmal gar kein Browser installiert. Für den einen oder anderen DAU (sorry for that) dürfte das zu einem echten Problem werden.

Doch eigentlich ist das nicht der Grund für meinen Beitrag. Vielmehr beschäftigt mich seit der Lektüre der Zahlen eine andere Frage: wie lange wird es noch dauern, bis der Online-Werbemarkt zusammenbricht? Als bekennenden Nutzer von No-Script und Adblock-Plus hatte ich mich bereits mehrfach geoutet und auch wenn es manch einem nicht passen sollte, empfehle ich dieses Produkt auch sämtlichen Freunden und Bekannten. In der Zielgruppe der 18 bis 25jährigen ist das übrigens nicht mehr notwendig. Wo IE-Nutzer, zu denen ich bis zum IE7 auch noch gehörte, früher ausgelacht und mit einem Link zu Mozilla bedacht wurden werden die  beiden Add-Ons heute gleich mit verlinkt.

Es ist also eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis sich mit klassischer Display-Werbung kein Geld mehr verdienen lässt. Und nun stellt sich die spannende Frage, wie es weitergeht. Verkaufte Fläche im Contenbereich ist heuten ja keine Seltenheit mehr und ich würde wetten solche “Landing Pages” werden in den kommenden Jahren zunehmend interessanter. Vielleicht verzichtet man zukünftig aber auch einfach auf das Tracking, denn schließlich sind die Filter darauf programmiert Adserver zu erkennen. Oder die Werbung wird über die Server der Werbenden ausgespielt.

Möglichkeiten gibt es viele, allerdings auch ebensoviele Gegenmaßnahmen. Und wenn ich ehrlich bin, wird die Werbeindustrie irgendwann ihr Knie beugen. Genau wie die Film- und die Musikindustrie. Gegen das Internet gibt es keine adäquate Waffe.  Spannend ist im Moment nur noch der Bereich Videos. Wie man die Werbebotschaften im Flash-Fomat vor dem Hauptfilm blockt hat bisher noch keiner der Add-On-Schrauber herausgefunden. Aber auch hier gehe ich jede Wette ein, dass es sich nur um eine Frage der Zeit handelt. Und um mich nicht noch weiter zu wiederholen, höre ich jetzt auf ;)

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AdBlock Plus, Browser, Browserkrieg, FF, Firefox, IE6, IE7, IE8, Internet Explorer, No-Script
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Online als Auslaufmodell

Bastian | 28/01/2009 | 22:21

Damit zwischen den Einträgen nicht immer Wochen oder Monate vergehen, möchte ich an dieser Stelle kurz ein paar Gedanken zur weiteren Entwicklung auf dem Online-Markt festhalten. Speziell in Bezug auf die Vermarktung. Denn damit dürfte es in den kommenden Jahren einige Probleme geben. Vielleicht noch nicht sofort, aber lange wird es nicht mehr dauern. Denn selbst wenn die IVW sich nicht dazu durchringt das Messverfahren von Page Impressions auf Visits umzustellen (und damit endlich die Klickwichserei zu beenden), wird früher oder später kein Geld mehr verdient. Die Werbung sieht nämlich niemand mehr.

Die Zauberworte heißen Firefox, NoScript und AdBlock Plus. Mit einer Kombination aus dem immer beliebteren Browser und den beiden Ad-Ons entscheidet der Nutzer zukünftig selbst, wo und vor allem vom wem er sich Werbung zeigen lässt. Und anders als bei Fernsehen, wo ähnliche Konzepte jahrelange Streitereien vor Gericht nach sich ziehen, lässt sich die Verbreitung über das Internet kaum stoppen. Wohl auch deshalb feilen Strategen zurzeit fieberhaft an der Konzeption neuer Werbemittel. Das jüngst besprochene Feld der Videos ist ein gutes Beispiel dafür. Vor den meisten Flash-Filmchen kommt jetzt Werbung, aber auch die wird ein findiger Kopf irgendwann mit einer neuen Extension blockieren.

Die Werbewirtschaft steht hier auf verlorenem Posten, denn ähnlich wie beim Kopierschutz für DVDs wird die Weisheit der Vielen am Ende siegen. Den einzig adäquaten Schutz der Umsätze bietet zurzeit der Internet Exploiter, der weniger offen für pfiffige Erweiterungen ist. Will Microsoft jedoch nicht noch weiter Marktanteile verlieren, muss auf lange Sicht auch hier mehr Open Source rein. Und spätestens dann wird es gefährlich, denn Werbung ist und bleibt der Motor der großen Online-Portale. Abonnements und Bezahlinhalte funktionieren nicht. Zumindest nicht online, wo man sich die Nachrichten notfalls woanders besorgt. Notfalls über eine Kollektion von Blogs.

Spinnen wir dieses Szenario einmal weiter, bleibt in einem werbefreien Internet noch ein Anbieter zurück: Die Öffentlich Rechtlichen. Mit AdBlock können die sicherlich besser leben als so mancher privater Anbieter und qualitativ sind die Nachrichten nicht schlecht. Späte Rache für die Einführung des Privatfernsehens so zu sagen. Ob es wirklich so kommt und vor allem wann ist dabei natürlich die große Frage, aber hey: inzwischen haben auch die Kunden der Telekom herausgefunden wie sie ohne die Installation der Software ins Internet gehen. Der Mensch ist lernfähiger als man glaubt, vor allem wenn sich mal wieder ein Layer mit nicht funktionierendem “Schließen” Button über die Seite legt.

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AdBlock Plus, Firefox, IVW, Klickmonster, NoScript, Online-Umsätze, Online-Werbung, Page Impressions
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